
Supervision- Einführung und Grundhaltungen am Vorgehen
Supervision- Formen der Durchführung
Es sollen hier einige Grundinformationen zu unserer Arbeitsphilosophie bzw. den persönlichen Grundhaltungen geäußert werden, um einen Erwartungshorizont für eine mögliche Entscheidung für das Angebot von Einzel- oder Gruppensupervision bzw. Coaching abzustecken
Da die beratenden Angebote immer bunter und unübersichtlicher werden, ist es für den Konsumenten immer mehr nötig, sorgfältig auszuwählen. Durch die Regelungen und Abgrenzungen die Psychologen- und Psychotherapeutengesetz treffen, gibt es eine klare formale Unterscheidung zwischen fachlich qualifizierten Angeboten und den vielfältigen Blüten, die der esoterische Markt treibt.
Eine weitere, immer wichtigere Grundlage der Entscheidung besteht in den grundsätzlichen Menschenbildern (Anthropologien), in denen der Therapeut bewandert ist und in die sein supervisorisches bzw. beraterisches Handeln eingebettet ist.
In der Grundlagenforschung zu kommunikativen Praxisbereichen (Psychotherapie, Supervision, Training, Beratung) zeichnet sich ein neues Menschenbild immer deutlicher ab - das konstruktivistisch-systemische Denken.
Dieses Menschenbild schafft einerseits eine Integration zwischen östlichem und westlichem Geist und löst andererseits den Mensch aus seiner individualistischen Gefangenschaft einer festen Wahrheit (sowohl gegenüber sich selbst als auch der äußeren Wirklichkeit) zugunsten eines unverwechselbaren Wirklichkeitskonstrukteurs als schaffender und erschaffener Teil der eigenen Lebensgeschichte und größere Systeme sozialer, ökologisch-kybernetischer Art.
Damit gibt es wesentlich neue Lösungsperspektiven, die wegführen von der 'Reparatur' des einzelnen, vom Arbeiten an 'Problemen', zur Veränderung der Muster (kommunikativer, sozialer Art), in die der einzelne verwoben ist. In dem Sinn, hängt der Erfolg und das Scheitern im Leben immer davon ab, zu wissen an welchem Spiel man gerade beteiligt ist.
Diese Betrachtungsweise des MENSCHEN in seinem Da-sein orientiert sich mehr am Tun -ARBEIT- und dessen Wirksamkeit, sowie dem eingebettet sein in Systeme - ORGANISATIONEN- und bietet beratende Begleitung beim Entdecken der eigenen grundlegenden Haltungen und beim Erfinden einer wirksameren Wirklichkeit, die zur Selbstverwirklichung beiträgt.
In der Beratungsarbeit selbst wird unterschieden zwischen: Einzelsupervision, Gruppensupervision, Teamsupervision, Fallsupervision.
Die konkrete Durchführung hängt im wesentlichen vom Menschenbild und dem methodischen Zugang sowie der Praxiserfahrung des Supervisors ab und grenzt auf der einen Seite des Beratungskontinuums an psychotherapeutisches Vorgehen auf der anderen Seite an Training und Organisationsberatung.
Die Abgrenzungen, welche Inhalte in der Supervision behandelt werden und in welcher Art und Weise, bestehen im wesentlichen durch die offen geäußerten Bedürfnisse der einzelnen beteiligten Personen und dem gemeinsam vereinbarten Arbeitsvertrag (Dauer, Kosten, Frequenz, Auftraggeberinteressen, inhaltliche Abgrenzungen).
Das wesentliche allgemeine Ziel dieses speziellen kommunikativen Settings besteht im Relativieren bestehender Betrachtungs-, Einstellungs- und Verhaltensmustern durch das Konstruieren, Einführen und Ausprobieren unterschiedlicher Möglichkeiten über den neutralen Außenbetrachter (Supervisor).
Der dadurch wiedergewonnene Überblick ermöglicht die eigenen Interessen wirksam zu entwickeln und umzusetzen.
Die Supervisionsgruppe bildet als 'soziales System auf Zeit' im Supervisionsfeld Alternativen aus, die als Ergebnis in das größere System (Organisation) einfließen und damit über den Teil das Ganze verändern.
Weiters gibt es eine immer deutlichere Abgrenzung von Coaching als eine Art Fachberatung 'on the job' oder als Persönlichkeitscoaching für spezielle Zielgruppen, insbesondere der Beratung von Führungskräften.